Thema Impfung

Auf Grund einens Vorfalles, ist dies eine gute Informationsquelle, mit Erlaubnis von http://www.vom-bernerwald.de/zu setzen!!

 

 

 

Sehr geehrte Tierärzte,

ich wende mich auf diesem Wege aus gegebenem Anlass an Sie, weil ich weitere tote Hunde die an Parvovirose verenden, vermeiden möchte.

Wir waren vor 4 Jahren mit mehreren Hunden im Ausland zu einer Rassehundeausstellung. Leider hat sich dort einer unserer Hunde mit Parvovirose angesteckt. Heute kenne ich den Geruch der uns auf dem Löseplatz entgegenschlug. Drei Tage nach der Ausstellung übergab sich einer unserer Rüden auf der Terrasse. Leider konnten wir nicht verhindern, dass unser 7 Monate alter Jungrüde etwas von dem Erbrochenen aufnahm.

Drei Tage später erbrach sich der Jungrüde und bekam nur wenige Stunden später heftigen Durchfall. Er stelle das Fressen ein und sonderte sich im Garten ab. Eine Temperaturmessung ergab hohes Fieber. Unsere Haustierärzte in Krefeld haben auf Grund der Symptome einen Parvovirose-Schnelltest gemacht, der positiv war. Da wir zu Hause 2 Würfe mit insgesamt 18 Welpen hatten, von denen 2 auch schon Symptome zeigten, sollten wir alle Welpen einpacken und mit zur Tierarztpraxis bringen, damit den Welpen Feliserine gespritzt wird. Da dieses Mittel aber nicht in ausreichender Menge vorrätig war, mussten wir noch in die Tierkliniken nach Duisburg Asterlagen und Kaiserberg fahren.

Ein Welpe nach dem anderen wurde krank. Das Felisirine, welches in Inervallen gegeben werden musste, entpuppte sich als sauteuer und wirkungslos. Unser Jungrüde und mehrere Welpen wurden stationär in einer Tierklinik aufgenommen. Täglich starben Welpen in der Klinik und bei uns zu Hause. Eines meiner eingebrannten Bilder ist, wie ich zwei 7 Wochen alte Welpen, die in inniger Umarmung gestorben waren, steif aus der Wurfkiste holen musste als ich von der Arbeit kam, weil meine Frau psychisch nicht dazu fähig war.

Schlimm waren auch die Anrufe bei den Welpeninteressenten, die sich einen Welpen ausgesucht hatten und schon mehrfach besucht hatten um ihnen mitzuteilen, dass der Welpe verstorben war.

Meine Frau verbrachte unzählige Stunden im Internet und saugte alles auf, was sie über Parvovirose finden konnte. Sie führte auch viele Telefonate mit Tierärzten und Tierkliniken. Dadurch stieß sie irgendwann auf den Virologen Prof. Dr. Neiger, der damals in Gießen tätig war. Und hier bekamen wir endlich Hilfe.

Prof. Neiger hat uns empfohlen von unseren älteren Hunden, welche ausreichend gegen Parvovirose geimpft und dem Virus bei uns ausgesetzt waren und somit Antikörper gebildet hatten, 0,5l Blut abzunehmen, per Zentrifuge Serum herzustellen und dieses Serum den kranken Welpen intravenös als Infusion zu verabreichen. Das Serum eines erwachsenen Hundes reiche für 2 Welpen.

Nun mussten wir wieder herumtelefonieren, weil die Tierklinik in Duisburg-Asterlagen nicht über die technischen Mittel verfügte, genauso wie Mönchengladbach und Aachen. In Duisburg-Kaiserberg war es möglich, so dass wir die zu diesem Zeitpunkt noch lebenden Welpen von der einen in die andere Klinik transferierten, wo sie das Serum verabreicht bekamen.

Wir durften anschließend unsere Hunde wieder mit nach Hause nehmen. Die Welpen lagen völlig geschafft und geschwächt in unserem Wintergarten im Welpengehege. Am nächsten Morgen…..ich werde es nie vergessen und habe immer noch Tränen in den Augen, wenn ich daran denke….standen die Welpen etwa zeitgleich auf, gingen nach Draußen und fingen an miteinander zu spielen. Die Krankheit war besiegt.

Die von Prof. Neiger, der nun in Hofheim tätig ist, entwickelte Behandlungsmethode hat auf unsere Empfehlung hin schon mehreren Züchtern und Hundehaltern geholfen. Alle damit behandelten Hunde haben die Krankheit überlebt.

Bis heute!

Ein 9 Wochen alter Labrador-Welpe ist heute 04.04.2018 verstorben, weil eine Familie auf unseren Rat hin den kranken Welpen aus ihrer Tierklinik abgeholt hat und nach Gießen brachten. Dort weigerte man sich die von Prof. Neiger empfohlene Behandlung anzuwenden. Wie schon erwähnt ist Prof. Neiger nicht mehr in Gießen tätig. Der Welpe wurde heute nach Dortmund in die Praxis am Dorney gebracht, wo das Serum verabreicht wurde. Eine Züchterin, die ebenfalls Probleme mit Parvovirose hatte und die Behandlungsmethode vor zwei Wochen auf unseren Rat hin durchführte und einen lebenden, gesunden Hund in ihrem Arm hält, ist extra über 100 km nach Dortmund gekommen um mit einem ihrer Hunde Blut zu spenden. Dieses Serum wurde dem kleinen Welpen heute dort gegeben, nachdem er in zwei Kliniken war und seit einer Woche mit der Krankheit kämpfte. Leider war es zu spät und der Welpe ist dort später verstorben.

Der Tag in der Tierklinik in Gießen soll die Familie nun 740,- € kosten. Die Behandlung mit Serum hat uns 162,-€ gekostet.

Liebe Tierärzte, ich würde mir wünschen, dass das Wohl des Patienten im Vordergrund steht und nicht der eigene Geldbeutel. Und wenn da mal ein unstudierter Patientenbesitzer vor Ihnen steht und eine gute Idee oder eine Empfehlung hat, seien Sie bitte offen. Fragen Sie gegebenenfalls den Kollegen, der diese Empfehlung ausgesprochen hat. Ich finde es einfach unmöglich, dass in Gießen niemand bereit war mal in Hofheim Prof. Neiger anzurufen und nachzufragen. Dadurch ist zu viel Zeit verstrichen und der Welpe gestorben. Jedes Leben ist es wert gerettet zu werden und keiner hätte sich einen Zacken aus der Krone gebrochen einen Versuch zu starten. Nach Auskunft der Tierärztin in der Klinik in Dortmund hätte der Welpe überlebt, wäre das Serum gestern verabreicht worden. Das macht nicht nur traurig, sondern echt wütend.

Bei weiteren Fragen und ausführlichen Informationen, auch was Desinfektion nach der Krankheit usw. angeht, stehen wir gerne zur Verfügung.

 

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